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News rund um IT-Sicherheit

Autor: mpaulweber

Swisscom verwandelt Handy-Bewegungsdaten in Bares

„Wir sehen ein Marktpotenzial in zweistelliger Millionenhöhe“, so Iris Kornacker, Leiterin Market Initatives bei Swisscom, an einer Medienveranstaltung in Zürich.  „Wir stehen aber noch ganz am Anfang und investieren derzeit sehr viel“, so Iris Kernacker weiter.

Im Sprachgebrauch von Swisscom wird „big data“ auch „smart data“ genannt. Swisscom ist der Meinung wenn man grosse Datenmengen verarbeitet und versteht, führt dies zu neuen Produkten. Als nächstes bietet Swisscom in Städten eine Verkehrzählung an, die auf der Auswertung von gesammelten und anonymisierten Mobilfunkdaten basiert.

Ein Pilotversuch dazu lief bereits in der Waadtländer Gemeinde Pully, welche vom Transitverkehr regelrecht überrollt wird. Bislang wurden nur alle fünf Jahre solche Verkehrzählungen durchgeführt. Nun habe man die Daten beinahe in Echtzeit, meint Alexandre Bosshard von den städtischen Behörden.

Zu Preisen für ein solches Produkt schweigt Swisscom noch. Das Ziel sei es  aber, billiger zu sein als die herkömmliche Verkehrzählung. Laut Kornacker sind weitere Szenarien denkbar, wie zum Beispiel Auswertungen von Kundenströmen in Einkaufszentren.

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„Die Frage ist aber immer ob wir es technisch können und ob es gesetzlich erlaubt und mit unseren eigenen Datenschutzrichtlinien vereinbar ist“,  so Iris Kornacker. Beispielsweise würden keine Auswertungen gemacht werden, solange der Datensatz weniger als 50 Handys umfasse. In solchen Fällen wäre ein Risiko von Rückverfolgung und „Schindluderei“ zu gross. Des Weiteren betonte sie jedoch, dass die Swisscom-Kunden jederzeit die Verwendung der eigenen Daten verbieten können.

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Audit von KeePass und Apache HTTP Server

Die beiden Open Source Tools KeePass  und Apache’s HTTP Server werden nun genaustens durchleuchtet. Die Europäische Komission führt ein externes Security Audit dieser beiden Tools durch.

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KeePass ist einer der bekanntesten Passwort Managern, welcher verfügbar ist auf diversen Plattformen. Über Third-Party Apps können KeePass Datenbanken auch auf Android oder iOS verwaltet werden.

Apache HTTP Server ist wohl der am meisten verbreitete Webserver in unserem WWW.  Geschätzt wird das beinahe 50% aller aktiven Webseiten auf einem Apache HTTP Server betrieben werden.

Ausgewählt wurden die beiden Anwendungen über eine öffentliche Umfrage auf der Plattform joinup. Zur Auswahl standen diverse Open Source Software, wie beispielsweise VLC Media Player, 7-zip oder Veracrypt. Ausgewertet wurden über 3200 Antworten, wobei 18.7% der Antworten für Apache HTTP Server stimmten und 23.1% für KeePass.

Sollten im Quellcode dieser Anwendungen Lücken aufgefunden werden, so werden diese mit den Entwicklern geteilt damit diese behoben werden können. Doch der Präsident von FSFE (Free Software Foundation Europe), Matthias Kirschner, äussert in seinem Blog bereits erste Skepsis. Er befürchtet, dass grosse Teile des Budgets ausgegeben werden, ohne wirklich einen positiven Einfluss auf die Software zu haben. Seine Befürchtung ist, dass aus diesem Audit lediglich diverse Beratungsberichte entstehen, welche niemand jemals lesen wird. Er fordet nun Experten zum Feedback auf, um die Anliegen bei der Europäischen Komission einzubringen um doch ein wertvolles Ergebnis aus diesem Audit zu ziehen.

Falls Ihr nützliches Feedback für dieses Audit habt, schaut auf dem Blog von Matthias Kirschner nach, um dieses einzubringen.

 

Hoffen wir das Beste und vielleicht die eine oder andere Verbesserung für diese beiden Tools.

 

Joinup Umfrage: Klick hier

Blog von Matthias Kirschner: Klick hier

 

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